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  • »Constantinopolitana« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 5. April 2015, 14:32

das geborene OPFER

...bin ich (und meine Familie). Für alle Kriminellen, weil ich einfach NIE etwas dazulerne.
- 2004 sind sie in Istanbul 3 x innerhalb von 10 Tagen eingebrochen, keiner ist aufgewacht, und unsere Portemonnaies lagen jedesmal schön greifbar. Beim vierten Mal habe ich mir ein Messer nebens Bett gelegt, in der Absicht, den Einbrecher anzugreifen, aber als er dann kam, bin ich nicht aufgewacht. Selim hingegen ist aufgewacht und hat ihn mit Gebrüll vertrieben.
- 2007 haben sie in Prag unser Wohnmobil aufgebrochen und meinen Rucksack mitsamt all meinem Schmuck, meinem Computer und was weiß ich sonst noch geklaut.
- in den letzten zehn Jahren sind uns MINDESTENS zehn Fahrräder geklaut worden. Die Hälfte, weil wir vergessen haben, sie festzuschließen.
- 2008 oder so sind sie während unseres Osterurlaubs eingebrochen und haben Schäden für 5000 € an unseren neuen Fenstern verursacht. Geklaut haben sie nichts, weil es nichts gab. Zum Aufhebeln der Fenster haben sie eine Spitzhacke genommen, die praktischerweise neben der Gartentür stand.
- 2014 sind sie nochmal während der Sommerferien eingebrochen, und die praktische Spitzhacke stand immer noch neben der Gartentür (spätestens hier müßte einer kommen und uns kollektiv entmündigen). Da haben sie dann alle Fahrräder und die Fahrradpumpe geklaut, das gesamte Haus auf der Suche nach was Besserem auf den Kopf gestellt und Friedrichs Bett zerstört sowie auf eines meiner Bilder ein sehr häßliches und ungekonntes Graffiti gesprüht.
- 2012 oder so hat mir in der überfüllten U-Bahn einer mein Handy geklaut. Ich hatte sogar gemerkt, wie er an mir rumfummelte und drängelte, aber statt zu denken, er sei ein Dieb, habe ich mich für meinen lästigen, prallgefüllten und vorstehenden Rucksack entschuldigt. Eine andere Passagierin mit besser funktionierenden Augen & Gehirn hingegen hat begriffen, was los war, ihn zur Rede gestellt und dafür gesorgt, daß ich mein Handy zurückbekomme.
- Heute war ich auf dem Markt und hatte vergessen, mein schönes Fairphone aus der Manteltasche zu holen (war vorher bei einer Osterfeier in der Nachbarschaft); das hat dann jemand anders für mich erledigt. Wieder mit derselben Masche: ordentlich drängeln (hatte meinen zugegebenermaßen unhandloichen Fahrradanhänger dabei), ich entschuldige mich und will ihn vorbeilassen - er schaut mich ganz verblüfft an ("was will die von mir?"), macht kehrt und verschwindet in der Menge. Da habe ich mir immer noch nichts gedacht...bis ich dann irgendwann man mein Taschentuch aus derselben Tasche ziehen wollte. dachte, "hier war doch eben noch was anderes" und begriff, daß mir das Handy fehlt. Mit allen Ausweisen von Friedrich, die er mir vertrauensvoll während der Osterfeier zugesteckt hatte, um sie bei der Eiersuche nicht zu verlieren.

Ich könnte mich sowas von in den Arsch beißen. Wieso muß ich Steuern zahlen, um Sozialhilfe und andere Leistungen zu finanzieren? Bei mir gibt's Selbstbedienung! Wer mir das Hemd klaut, der bekommt auch noch den Mantel, nicht, weil ich so christlich gesinnt bin, sondern, weil ich so unglaublich BLÖD bin!

Alles Liebe,

Eva
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Sonntag, 5. April 2015, 21:33

oh Eva.. echt das klingt... da weiß man gar nicht ob man entsetzt sein soll oder lachen oder den Kopf schütteln...

es zeugt aber auch von einer absolut gutgläubigen gesinnung... dir kommt einfach nicht in den Sinn, dass es solche
bösen Menschen gibt.. du glaubst auch einfach immer, dass dir nichts passiert... du scheinst viel sicherheitsgefühl zu
haben... ich rate einfach mal: du bist behütet und liebevoll aufgewachsen...

also sei nicht so streng mit dir... vlt. bist du doch irgendwann mal vorsichtiger und aufmerksamer in dieser Richtung...
aber ansonsten sei dankbar, dass euch dabei noch nie was wirklich ernsthaftes passiert ist......

frohe ostern!

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Constantinopolitana

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Montag, 6. April 2015, 21:21

Eva, es ist einfach unglaublich...

Da ist ein Blitzeinschlag wahrscheinlicher...oder Drillinge zu bekommen... :whistling:
Viele Grüße
Jana mit
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Dienstag, 7. April 2015, 21:46

Ich staune, wie locker Du das siehst...

Wir waren die letzten Wochen immer mal verreist, ich war gedankenlos, glücklich, fühlte mich überall sicher ohne an "irgendetwas" Negatives zu denken.
Zurück aus dem Osterurlaub, gestern spät im Keller Wäsche angestellt...und plötzlich ANGSTGEFÜHL.
Warum habe ich in meinem eigenen Haus Angst, aber nicht wenn ich außer Haus bin bzw. in anderen Lokalitäten nächtige?
Der Einbruch steckt mir noch immer in den Knochen...
Viele Grüße
Jana mit
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Mittwoch, 8. April 2015, 10:28

Hallo,

jeder hat vor anderen Sachen Angst. Ich hab' vor Einbrechern oder ähnlichem eher keine, dafür aber vor Flugreisen, Spinnen, Ratten und allen Arten von Unfällen, die meinen Kindern zustoßen könnten.

Woher diese unterbewußte Überzeugung, es werde schon nichts passieren (außer, wenn ich in einem Flugzeug sitze), kommt, weiß ich nicht. Außer vor dem Kaiserschnitt hatte ich bislang nicht einmal vor Operationen Angst. Daß ich besonders behütet aufgewachsen bin, glaube ich nicht. Meine Eltern haben es zwar versucht, aber ich habe es unterlaufen, soviel es ging. In den Siebzigern, Achtzigern hatte man es auch noch gar nicht so sehr mit dem Rund-um-die-Uhr behüten. In meiner Erinnerung hatten Eltern damals Angst vor Alkohol, Drogen und ungeplanten Enkelkindern, aber Pädophile, Entführer (außer der RAF), Mobbing oder Abziehen standen gar nicht auf der Liste der potentiellen Gefahren.

Ich kann mir ehrlich gesagt, auch nicht vorstellen, daß sich da viel ändern wird. Es ist mir eigentlich lieber, mich ein, zweimal im Jahr über irgendeinen Diebstahl zu ärgern als jeden Tag mit der Sorge herumzulaufen, es könne wieder mal ein Krimineller zuschlagen. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wie ich daran denken soll, auf meine Sachen aufzupassen, ohne diese Sorge zu haben. Dann wiederum stelle ich mir vor, daß ich irgendwann mal ganz fürchterlich die Rechnung präsentiert bekomme für all diese Sorglosigkeit.

Wie auch immer. Momentan fahre ich jedenfalls die letzte Schrottmühle; das Schloß ist mehr wert als das Fahrrad, und telephontechnisch bin ich wieder in der Steinzeit (handgemeißeltes Nokia-Handy). Diebstahlsicherer geht's nicht.

Alles Liebe,

Eva
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Mittwoch, 8. April 2015, 10:36

Dann wiederum stelle ich mir vor, daß ich irgendwann mal ganz fürchterlich die Rechnung präsentiert bekomme für all diese Sorglosigkeit.

Ich drück Dir die Daumen, dass dies NICHT der Fall sein wird!!!
Sorglosigkeit ist toll! Die pure Unbeschwertheit! Lebensgefühl=Luxus!
Viele Grüße
Jana mit
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Mittwoch, 8. April 2015, 16:59

Dann wiederum stelle ich mir vor, daß ich irgendwann mal ganz fürchterlich die Rechnung präsentiert bekomme für all diese Sorglosigkeit.


Ja. Bekommst du.
Aber wahrscheinlich eher umgekehrt.
Überleg dir mal, wieviele Leute du damit schon glücklich gemacht hast - auch wenn sie's zehnmal nicht verdient haben... ;-)) Die werden dann in der Hölle verroten und du kannst im Himmel fröhlich herum tanzen!


LG
Anna
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Donnerstag, 9. April 2015, 12:53

Hallo,

ihr seid echt lieb!
Blöd ist nicht schlimm, solange man glücklich dabei ist...etwa so wie Hans im Glück - erst wenn das letzte bißchen Vermögen weg ist, lebt es sich so richtig unbeschwert. Aber bis dahin haben wir noch ein paar Diebe und Einbrecher zu mästen.

Alles Liebe,

Eva
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